Urlaubsgrüße im Schneckentempo
Im heutigen Zeitalter der digitalen Kommunikation werden Nachrichten und Fotos in Sekundenschnelle per E-Mail oder Messenger verschickt. Wollte man früher Neuigkeiten oder Lebenszeichen aus der Ferne senden, blieb hingegen nur der klassische Postweg.
Besonders im Urlaub war es damals Mode, den Daheimgebliebenen eine Postkarte zu schreiben. Während die Vorderseite meist eine bunte Ansicht des Urlaubsortes zeigte, bot die Rückseite gerade genug Platz für ein paar herzliche Grußworte.
Schreiben vor dem Auspacken
Die Postlaufzeiten führten zu einem kuriosen Ritual: Oft war es üblich, direkt nach der Ankunft im Hotel oder der Pension als allererstes die Postkarten an Verwandte und Bekannte zu schreiben und einzuwerfen. Erst danach wurde der Urlaubsort selbst erkundet. Damit wollte man sicherstellen, dass die Grüße auch tatsächlich noch während der eigenen Reisezeit beim Empfänger eintrafen – und nicht erst, wenn man selbst schon längst wieder zu Hause war.
Die Postkarte als Werbemittel
Die enorme Beliebtheit dieses Mediums führte dazu, dass im Laufe der Zeit fast alles auf den Motiven abgebildet wurde – selbst Orte, Gebäude und alltägliche Einrichtungen, die man heute nicht unbedingt auf einer klassischen Ansichtskarte erwarten würde. Auch Gastronomen und Hoteliers erkannten diesen Trend schnell und nutzten die Postkarte als geschicktes und weitreichendes Werbeobjekt für ihre Betriebe.
Die auf dieser Seite veröffentlichten Fotos zeigen einen Auszug der damals verfügbaren Postkarten mit Motiven aus der Ortsgemeinde Mammelzen.
Bilder zum Vergrößern anklicken. Bildnachweise/Fotos siehe Impresssum.
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